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Rückblick: Social Media-Regeln in der Weinwerbung

Knapp 140 Teilnehmer aus der Weinbranche nahmen am Online-Seminar zu sozialen Medien teil. Dieses große Interesse zeigt, dass die Sensibilität in der Weinbranche für Werberegeln zunehmend steigt. Immer mehr Akteure beschäftigt die Frage, was man in der Weinwerbung darf und was nicht bzw. ob die (teils bekannten) Regularien auch für Social Media gelten.

Gesteigertes Interesse sollten eigentlich alle haben, die Weinwerbung im engeren und weiteren Sinne betreiben. Denn in Anbetracht der politischen Entwicklungen - weltweit, in der EU, aber auch hierzulande - wird es immer schwieriger, für Wein so zu werben, wie man es gewohnt ist. Man überlegt sich Witziges, Aktuelles, Interessantes und postet es in allen Social Media-Kanälen - oft ohne zu wissen, dass man dies eigentlich nicht darf oder sich zumindest in einer Grauzone bewegt.

Von diesen Beispielen gibt es genügend - und diese sind die Steilvorlagen im politischen Geschehen. Dies legte die Geschäftsführerin des Deutschen Werberates Frau Katja Heintschel v. Heinegg deutlich dar und sensibilisierte damit für die politischen Rahmenbedingungen, mit denen sie sich auch als Europawissenschaftlerin und Vorsitzende der europäischen Organisation für Werbeselbstkontrolle (EASA) über deutsche Grenzen hinaus beschäftigt.

Politisch bestehe eine große Einigkeit darin, die Werbung weiter massiv einzuschränken, um die Menschheit vor Schäden des (übermäßigen) Alkohols zu bewahren.

Tipp: Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen wollen, empfehlen wir folgende Artikel:
Koalitionsvertrag WHO BECA-Beating Cancer 

 

Wine in Moderation ist der Schlüssel 
Weinwerbung ist bereits reguliert - und das mit gutem Grund. Wein enthält Alkohol - und dieser ist über die Maßen getrunken sicherlich schädlich. Er gehört nicht in Kinderhände und sollte auch für spezielle Gruppen wie Schwangere tabu sein. Da gibt es keine Diskussion und dieser Umstand ist natürlich auch in der Werbung zu beherzigen. Zudem soll sie keinen Anreiz zum übermäßigen Konsumieren liefern. Allerdings will Weinwerbung nicht dem Missbrauch Vorschub leisten, weshalb sich die Branche auch immer mehr mit dem Informationsprogramm der Weinwirtschaft Wine in Moderation identifiziere, das auch die verantwortungsvolle Werbung einschließt. Darüber informiert die DWA in zahlreichen Veranstaltungen.

Die einzige Möglichkeit, den politisch motivierten Restriktionen zu begegnen, sind die Kenntnis und Beachtung der Selbstregulierungsmaßnahmen und Gesetze. Diese sind in den letzten Jahren angepasst und um Soziale Medien erweitert worden. Neben dem Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen bilden diese Werberegeln die Grundlage dafür.

Die Referentin bringt es auf den Punkt: Die Regularien betreffen natürlich auch die Social Media-Aktivitäten. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Kinder- und Jugendschutz. So dürfen sich auch im Social Media-Bereich Weinwerbemaßnahmen weder an Kinder oder Jugendliche richten, noch besonders ansprechend auf sie wirken oder gar Kinder und Jugendliche beim Alkoholgenuss darstellen.

 

Dies ist natürlich gerade für Weingüter, die sich oft mit der Familie in mehreren Generationen darstellen nicht ganz einzusehen und nicht einfach zu beherzigen. Hierzu betont Frau von Heinegg, dass von Seiten der Politik keinen Unterschied gemacht werde, ob es sich um ein kleines Familienweingut handelt oder ein weltweit agierender Industriekonzern. Daher rät die Juristin, z.B. Kinder nicht auf den Header der Weingutwebsite zu stellen und Kinderbilder fern von den Produktlisten zu zeigen. Gut wäre z.B. eine Unterseite anzulegen mit „Familie“, „Generationen“, „Historie“ oder „Wir über uns“. Dort können natürlich auch die Kinder (aber bitte ohne Weinglas in der Hand) abgebildet werden.

Auch wenn die Coronazeit dazu verleitet, Alkohol darf nicht als Bekämpfer der Pandemie beworben werden („gesundheitsbezogene Angaben“). Aus gleichem Grund dürfen ebenso nicht die Vorzüge des Weines (Polyphenole etc.) werbetechnisch verwendet werden. Allerdings ist die werbefreie Information darüber natürlich weiterhin erlaubt. Dies betont die DWA immer wieder, die keine Werbe- sondern eine Informationseinrichtung der deutschen Weinwirtschaft darstellt.

Diese und andere praxisnahe Beispiele fanden großes Interesse bei der Zuhörerschaft, sodass dieses Seminar sicher nicht das letzte seiner Art gewesen ist.
 

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Veranstaltungen Weinwerbung

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