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WISSENSCHAFT

Wissenschaftlicher Überblick

Mediterrane Ernährung, Wein & Krebsrisiko

Grundsätzlich sollten nicht einzelne Aspekte einer Ernährungsweise untersucht werden, sondern die Ernährung insgesamt.

Die gesundheitlichen Auswirkungen der mediterranen Ernährung werden seit vielen Jahren intensiv erforscht. Um die Erkenntnisse zusammenfassend darstellen zu können, hatte ein deutsch-österreichisches Forscherteam bereits 2014 und 2015 eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse der Daten zu der Frage erstellt, wie sich eine mediterrane Ernährung auf das Krebsrisiko beziehungsweise auf die Krebssterblichkeit auswirkt. Immerhin schätzt die Welt-Krebsforschungs-Stiftung (WCRF), dass etwa 30 % aller Krebserkrankungen durch eine gesunde Ernährung vermeidbar wären.  

Daten von über zwei Millionen Menschen ausgewertet

Mittlerweile liegen Daten aus 83 Studien vor, an denen mehr als zwei Millionen Menschen teilgenommen haben. Die zusammenfassende Auswertung ergab ein um 14 % signifikant verringertes Risiko, an Krebs zu versterben bei jenen, die den Vorgaben für eine mediterrane Ernährung am nächsten kamen. Ebenso beschreiben Studien ein signifikant verringertes Risiko von Darmkrebs und Brustkrebs sowie ein Trend zu weniger Prostatakrebs, wenn mediterran gegessen wurde (Detailauswertung siehe Folien). 

Geringere Krebshäufigkeiten durch mediterrane Ernährung, inklusive Wein

Grundsätzlich sollten nicht einzelne Aspekte einer Ernährungsweise untersucht werden, sondern die Ernährung insgesamt. Denn in der Regel werden keine einzelnen Lebensmittel verzehrt, sondern Mahlzeiten aus diversen Zutaten, deren Inhaltsstoffe sich in ihren Wirkungen ergänzen. Gerade bei der mediterranen Kost ist das Zusammenspiel ihrer vielfältigen Bestandteile, zwischen deren Nährstoffen und Sekundärstoffen wie den Polyphenolen, augenfällig.  

Dennoch konnten die Autoren der Meta-Analyse zeigen, dass für die Mittelmeerkost typische Lebensmittel und ein moderater Konsum alkoholischer Getränke einen besonderen Beitrag zu den gesundheitlichen Vorteilen leisten. So fanden sich signifikant verringerte Krebsrisiken vor allem dann, wenn vermehrt Obst (- 7 %), Gemüse (- 4 %), Vollkornprodukte (- 9 %) und wenn moderate Mengen alkoholischer Getränke (- 11 %) genossen wurden. Damit bestätigt die aktualisierte Auswertung der vorliegenden Studien, dass es auch bezüglich des Krebsrisikos günstig ist, sich möglichst eng an die Vorgaben einer mediterranen Ernährung zu halten, die meist auch ein Glas Wein zum Essen vorsehen.

Schwingshackl, L et al.: Adherence to Mediterranean Diet and Risk of Cancer: An Updated Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients 2017;9:1063, doi:10.3390/nu9101063

Erstellt am
Trinkmuster Krebs

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