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DWA auf Weinkongress in Logroño eingeladen

Der 2. Internationale Kongress für Reben- und Weinwissenschaften (Congress on Grapevine and Wine Sciences) fand vom 8. bis 10. November im Herzen der Region Rioja in Logroño, Spanien, statt. Ursula Fradera, DWA-Mitarbeiterin und wissenschaftliche Koordinatorin des Wine Information Councils, wurde als Hauptreferentin zu dieser Veranstaltung eingeladen, an der mehr als 300 Teilnehmer aus über 50 Ländern teilnahmen.

Ursula Fradera stellte mit ihrem Vortrag die Grundprinzipien der Initiative Wine in Moderation vor, präsentierte die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu moderatem Weingenuss im Rahmen einer mediterranen Ernährung und Lebensstils und diskutierte, ob moderater Weinkonsum als Gesundheitsrisiko betrachtet werden muss. Ihre Ausführungen stießen bei den anwesenden Wissenschaftlern und Weinfachleuten aus den weitgefächerten Disziplinen auf großes Interesse.

Sie erklärte, dass die Autoren der Global Burden of Disease (GBD)-Studie zwar 2018 zu dem Schluss kamen, dass es für die Gesundheit am besten wäre, keinerlei alkoholische Getränke zu konsumieren („No safe level“), dieselben GBD-Wissenschaftler jedoch 2022 ihre eigenen früheren Daten revidierten.  In ihrer Auswertung von 2022 wurden die alkohol-assoziierten gesundheitlichen Risiken im jeweiligen Land berücksichtigt. Die neueren Ergebnisse zeigten, dass die Risiken durch den Konsum alkoholischer Getränke je nach Krankheit, Alter und Region sehr unterschiedlich sind. Ein moderater Konsum von Wein/alkoholischen Getränken für Personen über 40 Jahren kann durchaus mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein, wie z.B. ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Der Einfluss von Wein-/Alkoholkonsum auf die Gesundheit wurde durch eine J-förmige Kurve beschrieben. Übermäßiger Alkoholkonsum bleibt immer mit einem erhöhten Sterberisiko sowie verschiedenen Gesundheitsrisiken verbunden.

Fradera betonte, wie wichtig es sei, die verschiedenen Störfaktoren (Confounding) zu berücksichtigen (Underreporting, Rauchen, Ernährung, Körpergewicht bzw. Übergewicht, körperliche Aktivität, sozialer Status usw.).

Zusammenfassend stellte sie fest, dass nach der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz ein leichter bis mäßiger Weinkonsum zu den Mahlzeiten - vorzugsweise im Rahmen einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise - das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Gesamtsterblichkeit verringert und das Krebsrisiko nicht erhöht.

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