Wine in Moderation-Seminar in Brüssel

Ursula Fradera, Deutsche Weinakademie

Am 27. August 2019 fand in Brüssel ein Seminar zum Thema balancierter Weingenuss statt. Wie findet man den richtigen Weg zwischen Genuss und Risiko? Das Seminar wurde auf die Teilnehmer des Comité Vins sowie den nationalen Koordinatoren von Wine in Moderation abgestimmt.  

Gratwanderung Wein - Kulturgut - Alkoholisches Getränk
Um die Essentialität des Seminars zu veranschaulichen, zeigte die Referentin Frau Ursula Fradera (Deutsche Weinakademie) auf, wie schmal der Grat zwischen dem Ansehen von Wein als Kulturgut und als alkoholisches Getränk ist.
Aufgrund seines historischen Hintergrundes und auch der wissenschaftlich belegten positiven Auswirkungen eines moderaten Weinkonsums auf die Gesundheit des Menschen, erfährt Wein einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft.
Durch „Flatrate-Trinken“ und „Rauschtrinken“ droht dem eigentlichen Kulturgut Wein jedoch ein Verlust seines Wertes. Der Wein verliert an Image und wird zur Zielscheibe für politische Diskussionen. 

Wein- und Alkoholpolitik
Wein besteht unter anderem aus Alkohol. Aus diesem Grund wird in der Alkoholpolitik auch über Werberestriktionen, die den Wein betreffen, diskutiert (Warnetiketten auf der Flasche, Steuererhöhungen, Werbeverbote etc.).
Umso wichtiger ist es, die Verbraucher als auch die Produzenten über die Risiken von Weinkonsum aufzuklären und somit für einen moderaten Weinkonsum zu sensibilisieren. Durch Stärkung des Bewusstseins kann drohenden Restriktionen durch ein bewusstes Trinkverhalten entgegengewirkt werden.

Studienlage
Den Seminarteilnehmern wurden diverse wissenschaftliche Studienergebnisse präsentiert, welche die Risiken von übermäßigem Konsum (Leberzirrhose, Krebs, Suchtpotential) und die Benefits von moderatem Weinkonsum (Diabetes mellitus Typ II, Herzinfarkt etc.) offenbaren. Des Weiteren wurde aufgezeigt, welche Einschränkungen in der Werbung europaweit bereits existieren und welche weiteren werblichen Restriktionen derzeit in der Diskussion sind.

Mit diesem Wissen sind die Seminarteilnehmer nun gut vorbereitet, um weiter für einen moderaten Weinkonsum zu sensibilisieren und somit die Zukunft der Weinwirtschaft zu stärken.

Sie möchten auch aktiv werden? Dann melden Sie sich noch heute bei der Initiative Wine in Moderation an.

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