Götz, Bruno

* 1908 in Karlsruhe; † 1994 in Staufen

Der promovierte Zoologe startete seine berufliche Laufbahn 1937 als wissenschaftlicher Assistent an der Versuchs- u. Forschungsanstalt in Geisenheim. Im Mai 1947 trat er als Leiter der Abteilung für die Bekämpfung tierischer Rebschädlinge (Zoologie) in das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg ein, das er als Direktor von 1967 bis 1974 leitete. Schwerpunkte seiner Forschung waren die Untersuchung der Rebschädlinge und die Wirkung von Rebschutzmitteln.

Er war zusammen mit Prof. Dr. W. Madel (Ingelheim) Mitbegründer und von 1950 bis 1994 Mitherausgeber des Deutschen Weinbau-Kalenders bzw. ab 1965 des Deutschen Weinbau-Jahrbuches. Von 1957 bis 1988 war er Schriftleiter der Fachzeitschrift Die Weinwissenschaft.
Prof. Götz war ein international anerkannter Wissenschaftler, Berater und Lehrer. Es gibt viele Gründe ihn zu ehren.

Warum zählen wir ihn unter den gesellschaftspolitischen und weinkulturellen Aspekten der DWA zu den Pionieren der deutschen Weinkultur?
Neben seinen weinbaulichen und zoologischen Forschungen befasste sich Prof. Bruno Götz zunehmend mit den Themen zur Weingeschichte und Weinkultur. Im Jahr 1979 erschien sein Buch Wein und Kultur. In diesen Auslesen zur Weingeschichte beleuchtete er wissenschaftlich fundiert, zudem in einer sehr gut lesbaren Weise die verschiedensten historischen Aspekte vom Weinbau, über die Kellerwirtschaft bis zum Konsum. Er ging auch speziellen Fragen wie der Geschichte der Weingläser, der Fässer oder auch Organisationsfragen in der Branche nach.

Aus Sicht der DWA ist besonders wichtig, dass er auch historische Konsummuster und das Thema Wider die Trunkenheit behandelte. Drei Jahre später veröffentlichte er sein Werk Mosaik zur Weingeschichte, in dem er zusätzliche weinhistorische Themen erörterte. Er schrieb weitere weinhistorische Abhandlungen. So Die Geschichte des Weinbaues von Freiburg, die als Schrift Nr. 40 der Gesellschaft für die Geschichte des Weins (Wiesbaden 1976) erschien.

Götz selbst begründete seine Passion für die Weingeschichte und Weinkultur im Vorwort seines Buches Wein und Kultur folgendermaßen:

„Wenn es den Verfasser reizte, sich mit der Geschichte und der Kultur des Weines zu beschäftigen, so hängt dies in erster Linie damit zusammen, dass ihm die Möglichkeit geboten war, eine Bibliothek auszuwerten, die eine echte Fülle bedeutender und sehr wertvoller alter Bücher enthält und die vom ersten Wein-Professor einer Hochschule, Dr. Adolf Blankenhorn (1843-1909) […] zusammengetragen worden ist.“

Zitieren wir daher aus einem dieser sehr alten Bücher (Reim aus der Zeit um 1600):

 

Kein Ochs, kein Esel noch kein Pferdt

Trinkt mehr denn sein Natur begert.

Allein der Mensch der ist so toll,

dass er will trunken sein und voll!"

Wer mehr über Prof. Bruno Götz und sein Werk wissen will, dem empfehlen wir:

Quellen
  • Kurzbiographie von Bruno Götz in „Persönlichkeiten der Weinkultur“ der Gesellschaft für Geschichte des Weins
  • Götz, Bruno: „Wein und Kultur“, Seewald Verlag, Stuttgart (1979)
  • Götz, Bruno: „Mosaik zur Weingeschichte“, Verlag Rombach (1982) 

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