Endt, Rudi vom

* 1892 in Düsseldorf; † 1966 in Düsseldorf

Rudi vom Endt wurde am 11.2.1892 in Düsseldorf als Sohn von Hermann vom Endt, einem renommierten Düsseldorfer Architekten, und Elisabeth Custodis, Tochter einer bekannten Düsseldorfer Familie geboren. Nach Gymnasialzeit und Abitur hatte er sich freiwillig zum Militärdienst gemeldet und es in der Zeit von 1912 bis 1918 zum Oberstleutnant gebracht.

Den ersten Weltkrieg hat er heil überstanden, um einige Erfahrungen gereift. Danach wurde er Malschüler an der Kunstakademie Düsseldorf mit dem Ziel, Architekt zu werden. Er blieb beim Zeichnen und Malen, machte sich als Werbezeichner und Illustrator selbständig und wurde bekannt für seine spritzigen und ironischen Karikaturen.

Nachdem er auch den zweiten Weltkrieg überlebt hatte, war 1947 über ihn im SPIEGEL zu lesen: „Es ist Temperamentssache, wie man die Dinge sieht. Der Rheinländer Rudi vom Endt macht sich mit liebenswürdigem Humor über seine Umwelt lustig. Zur besseren Erforschung des Innenmenschen schneidet er dem zeitgenössischen Fragebogen-Menschen den Kopf ab.“
Als Schriftsteller war sein Arbeitsgebiet die Lyrik und Prosa. Er schrieb unter anderem Texte für das Kom(m)ödchen.

Rudi vom Endt gehörte zur Düsseldorfer Szene „Das Junge Rheinland“ und war Mitglied des Künstlervereins „Malkasten“.

Was spricht dafür, ihn zu den Pionieren der deutschen Weinkultur zu zählen?
Was für eine Frage, könnten wir antworten, schließlich erhielt er bereits 1960 den Deutschen Weinkulturpreis. Peter Fuchß hat in seiner Veröffentlichung „Rudi vom Endt“ in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. unendlich viele Argumente zusammengetragen.

Rudi vom Endt war Maler, Karikaturist, Poet, künstlerischer Gestalter von Werbung, Weinwerbung und Weinbaulehrschauen, der in unvergleichbarer Weise zeitlose bzw. nachhaltige Akzente in der Weinkultur geschaffen hat – durch seine humorige, rheinländische Denk-, Schreib- und Malweise.

 

 

Aus den vielen Publikationen seien nur wenige genannt:

  • „So Du zum Weine gehst – ein Handbüchlein für Lebenskünstler“ – 1950er Jahre, genaues Erscheinungsdatum unbekannt
  • „Weingespräche – heiter und besinnlich“ – 1950er Jahre; genaues Datum unbekannt
  • „Weingenuss und Lebenskunst“ – Ein Handbüchlein für das heitere Sein; 1950er Jahre, genaues Erscheinungsdatum unbekannt
  • „Der Weg zum Wein“, 1960er Jahre, genaues Erscheinungsdatum unbekannt
  • „Auslese“, 1967, posthum

Trinken

Aus Durst nur trinken heißt soviel

Wie kurz- und zweckmäßig tanken.

Wein trinken aber ist Orgelspiel

Mit wundersamen Gedanken.

 

 

Wer mehr über Rudi vom Endt erfahren will, dem empfehlen wir:

Quellen
  • Kurzbiographie von Rudi vom Endt in „Persönlichkeiten der Weinkultur“ der Gesellschaft für Geschichte des Weins 
  • Dr. Fuchß, Peter: „Rudi vom Endt“ in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V., Nr. 193, Wiesbaden (2017)

 

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