Am 20.05 referierte unser Kollege Joshua Klein als Gast bei der Fortbildungs- und Arbeitstagung der Staatlichen Weinsachverständigen (Weinkontrolleurinnen und Weinkontrolleure) in Bremen.
Zu Gast bei Weinsachverständigen
Weinsachverständige prüfen, bewerten und beraten rund um Wein, oft im Auftrag von Gerichten, Behörden oder Privatkunden. Sie arbeiten neutral, unabhängig und verfügen über Fachkenntnisse in Bereichen wie Kellerwirtschaft, Pflanzgut, Rebschutz und Weinbewertung. Neben den Weinsachverständigen der einzelnen Bundesländer waren daher auch VertreterInnen vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung anwesend.
Wissenschaftlicher Diskurs – Wein und Alkoholpolitik im Fokus
Unter dem Titel „Wissenschaftliche Einblicke: Wein in der aktuellen Alkoholpolitik“ beleuchtete Herr Klein die aktuelle wissenschaftliche Datenlage mit Fokus auf die von der DGE übernommene „No Safe Level“-Empfehlung. Durch eine differenzierte Analyse der relevanten Publikationen zeigte er auf, wie komplex und nuanciert das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet werden muss. Der Vortrag unterstrich die Notwendigkeit, dieses gesellschaftlich und politisch bedeutsame Thema im Austausch mit Fachleuten und Institutionen verschiedener Bereiche offen zu diskutieren. Das große Interesse zeigte sich auch daran, dass die Thematik in den anschließenden Pausen weiter vertieft und branchenübergreifend diskutiert wurde – ein deutliches Zeichen für den Willen zur Zusammenarbeit, zum offenen Dialog und zur weiteren Aufarbeitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich Wein und Alkoholpolitik.
Weiterer Vortrag von Dipl.-Ing. Dario Cotterchio (Lehrstuhl für Lebensmittelrecht, Universität Bayreuth): „Europäische Alkoholpolitik, quo vadis?“
In seinem Vortrag analysierte Herr Cotterchio sachlich und tiefgreifend die Entscheidungsfindung in der Alkoholpolitik auf europäischer Ebene. Besonders beleuchtet wurden die aktuellen Entwicklungen, die politischen Prozesse sowie die Rolle der verschiedenen Interessensgruppen. Die fundierte Darstellung bot eine wertvolle Ergänzung zum Beitrag der Deutschen Weinakademie und eröffnete neue Perspektiven auf die Herausforderungen und Chancen der Regulierung. Im Anschluss wurde im Sinne einer möglichen Zusammenarbeit intensiv vernezt und der fachliche Austausch vertieft.

