Weinbau in der Schweiz – Rückblick-Einblick-Ausblick: Das war das Thema der Jahrestagung 2026 der Gesellschaft für Geschichte des Weines am Campus Sursee in der Schweiz.
Gesellschaft für Geschichte des Weines in der Schweiz

Quelle: Adolf Suchy
Vom 17. bis 19. April trafen sich nahezu 70 Teilnehmer zu interessanten Vorträgen und ebensolchen Besichtigungen rund um den Weinbau in der Schweiz.
Verschiedene Aspekte von Schweizer Rebsorten, Weintourismus bis hin zu den „Trockenmauern“ und dem berühmten „Fete des Vignerons“ - letztere als immaterielle Kulturerbe-Eintragungen - gaben einen Rundumblick in das Gestern, Jetzt und Heute der Eidgenossen.
Was die DWA besonders interessierte: Die restriktive Alkoholpolitik mit dem Narrativ No Safe Level der WHO macht auch vor Schweizer Grenzen nicht halt. Dass man als Weinwirtschaft eine durch und durch positive Kommunikation dagegenhält, zeigte ein Vortrag des Geschäftsführers der Vereinigung Schweizer Weinhandel. Von gemeinsamer Botschaft über gemeinsame Spreche bis hin zu gemeinsamen Anschauungsmitteln liegt der Fokus auf sechs Kernbotschaften: Wein ist Kultur, Erlebnis, Begegnung, Herzblut, Liebe, Schönheit – ein wenig pathetisch für Deutsche, aber ein guter und gehbarer Weg.
Weinproben im Wasserschloss Heidegg unter dem Thema „Gletscher-Wasser-Weine“ und im Erlebnishof Agrovision Burgrain, wo „Schweizer Weine im Kontext der europäischen Weinbaunachbarn“ eindrucksvoll vorgestellt wurden, zeigten, dass es bei den Eidgenossen weit mehr als Chasselas gibt. Und das zu einzigarten lukullischen Genüssen - ein Erlebnis!

