In Ochsenfurt fand am 03.12.2025 eine weitere Informationsveranstaltung zu Wine in Moderation statt. Der Fokus lag auf dem möglichen Nutzen des moderaten Weingenusses und auf Risken des übermäßigen Konsums, als auch auf den wichtigsten weinrelevanten Gesetzen sowie den aktuellen Weinwerberegeln.
WiM-Informationsveranstaltung in Ochsenfurt
Zusammen mit zwei Jahrgängen der Staatlichen Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt hat DWA-Mitarbeiter Joshua Klein, unterstützt durch die langjährige externe Referentin Claudia Schubert, die wichtigsten Themen der europäischen Initiative Wine in Moderation beleuchtet. In der mehrstündigen Informationsveranstaltung wurden neben den weinrelevanten Gesetzen und gesundheitlichen Aspekten des moderaten Weinkonsums auch die aktuellen Weinwerberegeln thematisiert.
Zu den weinrelevanten Gesetzen gehören unter anderem die Regelungen für den Straßenverkehr. So gilt ab 0,3 Promille eine kategorische Teilschuld und die in Deutschland zugelassene Höchstgrenze sind 0,5 Promille. Zur Veranschaulichung der Einschränkungen, die durch Alkoholkonsum entstehen, wurden sogenannte „Promille-Brillen“ genutzt. Diese simulieren beim Tragen einen festen Promille-Wert (0,6 ‰ – 1,3 ‰). Durch einfache Aufgaben wie Slalom-Laufen oder Klett-Dart erfuhren die Schüler:innen hautnah, wie eingeschränkt die Koordinationsfähigkeiten wirklich sind.
Als Teil des Themenblocks Gesundheitliche Aspekte, wurden aktuelle Studien vorgestellt, die belegen, dass der moderate Konsum von Wein bzw. alkoholhaltigen Getränken auf bestimmte Krankheitsbilder risikosenkend wirken kann. Dies hat unter anderem zu kritischen Rückfragen aus der Schülerschaft geführt. Auf der einen Seite ist es ist schön zu sehen, dass die jungen Generationen einen kritischen Blick auf das Thema Alkoholkonsum haben. Auf der anderen Seite verdeutlicht die Reaktion der Schüler:innen, wie weitreichend die damit verbundene Unsicherheit, und daher auch wie wichtig die Aufklärungsarbeit der DWA, ist. In dem darauffolgenden Diskurs wurde auf die Relevanz des Trinkmusters, der Dosierung sowie des Trinkanlasses eingegangen.
Im finalen Block Weinwerberegeln wurde neben den für Deutschland geltenden Regeln auch geschaut, wie es bei unseren Nachbarländern aussieht. Die verschärften Weinwerberegeln in Frankreich haben für eine angeregte Diskussion gesorgt. Dort ist es seit 1991 verboten, in der Bewerbung von Wein/Alkohol Menschen zu zeigen.
Am Ende waren sich alle einig: Exzessiver Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich, Punktnüchternheit ist in einigen Lebenssituationen Pflicht und gegen den verantwortungsvollen, moderaten Konsum alkoholhaltiger Getränke, eingepflegt in einen gesunden Lebensstil, spricht in den meisten Fällen nichts.


