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Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats

Themen, die die Weinbranche umtreibt – wissenschaftlich aufbereitet

Am 14. Juli traf sich der Wissenschaftliche Beirat der DWA zu seiner jährlichen Sitzung. Obwohl coronabedingt nicht alle Wissenschaftler anwendend sein konnten, freuten sich die restlichen Beiräte, sich einmal wieder in Präsenz auszutauschen.

Bekanntes, aber in maßgeblichen Nuancen Neues brachte Dr. Rudolf Nickenig über die aktuellen Gegebenheiten der nationalen und internationalen Gesellschaftspolitik zum Ausdruck. Und diese sind in der Tat besorgniserregend. Sowohl in Deutschland, aber auch in Brüssel scheint sich die zunehmend kritische Haltung der WHO mehr und mehr durchzusetzen. Jedes Glas sei gefährlich, positive Effekte seien „billige Werbung der Weinbranche“, die Industrie wird weder gefragt noch habe sie sich einzumischen, Werbeverbote und Warnhinweise seien das Gebot der Stunde. Harter Tobak für die Weinwirtschaft. Weder werden Unterschiede zwischen den alkoholischen Getränken noch zwischen Genuss und Missbrauch gemacht. Einzige nachhaltige Gegenmaßnahme: Wine in Moderation. Aber gefordert werden müsse nicht nur die pure Mitgliedschaft, sondern auch eine flächendeckende Solidarisierung mit den Zielen dieser Präventionskampagne. Verantwortungsvoller Konsum und ebensolche Werbung müssen sich - für die Öffentlichkeit sichtbar - auf Weinfesten, Events und in Werbekampagnen widerspiegeln.

 

Das Thema „Krebs“ treibt uns schon eine ganze Weile um – nicht erst seit den drohenden Restriktionen des Krebsplanes der EU. Sachlich und evidenzbasiert gehen wir dieses Thema an und haben dazu auch bereits einen Faktencheck erstellt.

In bewährter Art und Weise brachte Prof. Dr. Nicolai Worm es auf den Punkt: Bei ständigem Zuviel – jenseits des moderaten Konsums von etwa zwei Gläsern Wein - kann bei einigen Krebsarten das Risiko steigen. Für den mäßigen Genuss gibt es allerdings keinerlei Hinweise, wenn man die vorgelegten Studien kritisch liest. Und da sollte man sich nicht von Millionen Probanden aus vielen Ländern (von Aserbaidschan über Iran nach Italien) und garniert durch viele Autoren verunsichern lassen. Systematisch legte Prof. Worm dar, dass viele Aussagen auf fehleranfälligen Schätzungen, unzuverlässigen Konsumerhebungen, zweifelhaften Berechnungen beruhen, die weder die Kultur eines Landes, die Rauch-, Trink- und Essgewohnheiten oder gar die Art des alkoholischen Getränkes berücksichtigen. Es sehe ganz danach aus, dass die WHO und andere Institutionen Daten ignorieren, die ihrer Agenda widersprechen. Wenn vor allem der Kontext des Alkoholkonsums nicht angemessen berücksichtigt wird, besteht die Gefahr, dass verantwortungsbewusstes Trinken unnötig stigmatisiert wird.

Er bleibt bei seiner Conclusio: Ein, zwei Gläser Wein eingebunden in einen gesunden Lebensstil erhöhen das Krebsrisiko nicht; dafür gibt es keine validen Daten, weshalb die Weinwirtschaft sich vehement gegen Warnhinweise, wie „Wein verursacht Krebs“ wenden sollte.

Beirat ist goldwert
Dieser (z.T. wenig sichtbare) Beirat ist goldwert für die Weinwirtschaft. Hochspezialisierte Experten aus Wissenschaft und Medizin setzen sich ehrenamtlich dafür ein, dass bei den gesundheitlichen Effekten auch die (belegten) Benefits nicht vergessen werden.

Ein Zeichen für dieses transparente, objektive und hochwissenschaftliche Vorgehen – jenseits jedes Lobbyistentums - werde künftig ein Jahresbericht des Beirats sein, in dem besonders Politiker, Journalisten und interessierte Konsumenten nachlesen können, mit was sich der Beirat gerade beschäftigt, so der Vorsitzende Prof. Dr. Kristian Rett. Die erste Ausgabe ist in Bearbeitung.

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Aktivitäten Wissenschaftlicher Beirat

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