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Dank von der Leber: normaler BMI und (nur) maßvoller Konsum

Wer nicht zu viele Kilos auf die Waage bringt und maßvoll alkoholische Getränke genießt, muss sich um seine Leber nicht sorgen. Allerdings sind heute immer mehr Menschen übergewichtig oder gar adipös. Das allein macht der Leber zu schaffen. Auch wer zu tief ins Glas schaut, riskiert Lebererkrankungen. Doch wie sieht es mit jenen Zeitgenossen aus, die beide Risikofaktoren auf sich vereinen? Die Antwort gibt eine neue britische Studie.

In Großbritannien hat sich die Sterblichkeit an chronischen Lebererkrankungen wie der Leberzirrhose und dem Leberkrebs seit Beginn der 1970er Jahre vervierfacht. Im gleichen Zeitraum verbreiteten sich zwei Risikofaktoren: Übergewicht und Adipositas einerseits und ein zu hoher Alkoholkonsum andererseits. Welche Folgen hat das für die Lebergesundheit?

Übergewicht und hoher Konsum steigern das Risiko
Ein Team von der Universität in Southampton trug die Daten aus neun Beobachtungsstudien zusammen, in denen sich Angaben zum Body-Mass-Index, zum Konsum alkoholischer Getränke und zum Erkrankungs- und Sterberisiko durch chronische Lebererkrankungen fanden. Insgesamt konnten die Werte und Angaben von gut 1,1 Millionen Probanden ausgewertet und zusammenfassend analysiert werden.

Dabei zeigte sich, dass im Vergleich zu einem normalen Körpergewicht ein Body-Mass-Index (BMI) ab 25 das relative Risiko für eine chronische Lebererkrankung um 25 % steigert. Liegt der BMI über 30, klettert das relative Risiko schon um 103 % nach oben. Auch erwies sich im Vergleich zu einem maßvollen Konsum alkoholischer Getränke, hier definiert als maximal 14 Trinkeinheiten pro Woche, ein hoher Konsum als risikosteigernd (plus 165 %). Anders gesagt: Bei normalem Körpergewicht und maßvollem Konsum ist das Risiko am geringsten.

Kombinierte Risiken multiplizieren sich
Da mittlerweile etwa ein Viertel der britischen Bevölkerung übergewichtig, adipös oder zuckerkrank ist und zugleich auch mehr trinkt als empfohlen wird, gingen die Wissenschaftler der Frage nach, wie sich diese Kombination auf das Risiko von Lebererkrankungen auswirkt. Es zeigte sich, dass sich die Probleme nicht nur addieren, sondern multiplizieren: Wer mehr wog und zu viel trank, hatte ein 3,3-fach bis 5,4-fach erhöhtes Risiko für eine chronische Lebererkrankung. Diese Erkenntnis ist nach Ansicht der Autoren aus mehreren Gründen wichtig: Ohne sie würde das Risiko von übergewichtigen oder adipösen Menschen, die zu viel Alkoholisches zu sich nehmen, unterschätzt. Zudem mache sie deutlich, wie groß der Anteil gefährdeter Personen ist und sie erlaube es, das Zusammenspiel beider Risikofaktoren zu quantifizieren, was zuvor nicht möglich gewesen sei.

Einschränkend muss jedoch festgehalten werden, dass es anhand der hier vorgestellten Daten nicht möglich ist, eine Dosis-Wirkungs-Beziehung aufzuzeigen: Denn ob die Wirkung tatsächlich bereits ab 14 Trinkeinheiten wöchentlich steigt oder erst bei deutlich höheren Mengen, lässt sich anhand dieser Auswertung nicht sagen. Die Studie zeigt jedoch einmal mehr, wie wichtig ein guter Lebensstil mit einem gesunden Gewicht und einem (nur) maßvollen Konsum alkoholischer Getränke ist.

Quelle: Glyn-Owen, K et al.: The combined effect of alcohol and body mass index on risk of chronic liver disease: A systematic review and meta-analysis of cohort studies. Liver International 2021;41:1216-1226

 

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Neues aus der Wissenschaft Lebererkrankungen

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