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Bier, Wein oder Spirituosen - ein Unterschied?

Warum schneiden Weintrinker gesundheitlich meist besser ab als Konsumenten anderer alkoholischer Getränke?

Dazu hatten Forscher 502.635 Teilnehmer zwischen 40 und 69 Jahre über einen Zeitraum von über sieben Jahren auf ihren Gesundheitszustand hin untersucht.

Von Interesse waren Personen, die bevorzugt (jedoch nicht ausschließlich) Bier/Cider, Weißwein/Sekt, Rotwein oder Spirituosen konsumierten. Die Probanden hatten keine bekannten/erkennbaren nennenswerten Vorerkrankungen; als Vergleich galten die Wenig-Trinker, die ein Glas oder ein Pint wöchentlich zu sich nahmen. Abstinente oder Ex-Trinker wurden nicht analysiert. Bezüglich der Alkoholeinheiten wurden die konsumierten Gläser pro Woche erfragt: Wein / Sekt: Gläser à 125 ml, Bier / Cider: Pints à 568 ml, Spirituosen: à 30 ml.

Nach sieben Jahren fand sich nach Adjustierung von Alter, Gewicht, Geschlecht, Rauchen, Blutdruck, Bewegung folgendes Ergebnis:

Während die Risiken für die Gesamtsterblichkeit (in erster Linie durch Herz- und Krebserkrankungen) bei Bier- und Spirituosentrinkern in Abhängigkeit von der Dosis stiegen, fanden die Forscher bei Weißwein und Sekt im gleichen Messintervall eine Senkung des Risikos. Von einem Glas Wein pro Woche bis über zwei Gläser pro Tag zeigten sie eine signifikante Senkung der Gesamtsterblichkeit. Dies gründete vor allem in der niedrigeren Rate für ischämischer Herzkrankheit (Herzinfarkt). Diese war um 16% niedriger bei Weißwein- und 12% bei Rotweinkonsumenten.

Die anderen kardio- und zerebrovaskulären Erkrankungen (Erkrankungen der Herz- oder Gehirngefäße, z.B. Schlaganfall) waren bei Weintrinkern in der Tendenz aber nicht signifikant erniedrigt. Bei Krebs fand sich keine Veränderung.

Obwohl es bis dato zu wenige derartige Untersuchungen gibt, die den Schwerpunkt auf die Alkoholpräferenz legen, kann diese Studie Aufschluss darüber geben, dass es wohl doch nicht nur auf den Alkohol ankommt. Neben dem Ernährungs- und Trinkmuster scheint den sekundären Pflanzenstoffen im Wein (Polyphenole) eine zunehmende Bedeutung zuzukommen. Weitere Forschungen sind notwendig.

Quelle: Schutte, R et al.: Drink types unmask the health risks associated with alcohol intake – prospective evidence from the general population. Clinical Nutrition 2020, doi: 10.1016/j.clnu.2020.02.009

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Neues aus der Wissenschaft Trinkmuster

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