Wine in Moderation

WiM-Seminare in Neustadt und Bad Kreuznach

Auszubildende 3. Lehrjahr, Bad Kreuznach

Die DWA verantwortet das Informations- und Aufklärungsprogramm Wine in Moderation (WiM) in Deutschland und erfüllt damit stellvertretend für die Weinwirtschaft die entsprechende Verpflichtung gegenüber der EU-Kommission. Dieses so genannte Commitment beinhaltet die Kommunikation über die gesundheitlichen Gefahren des Weinmissbrauchs ebenso wie die gesundheitlichen Vorzüge des moderaten Konsums und die Einbindung des Genuss- und Kulturwerts.

Weinaffine Berufe im Fokus

Zu den Informations- und Aufklärungsaktivitäten der DWA gehören insbesondere Seminare für Auszubildende und Studenten der weinaffinen Berufe. Am 8. Mai 2017 wurden nun erstmals Studenten der Fachrichtung Weinbau und Oenologie auf dem Campus in Neustadt a. d. W. über WiM unterrichtet. Zwei Tage später wiederholte die DWA in der DLR Bad Kreuznach das Seminar mit 55 Auszubildenden im dritten Lehrjahr, die kurz vor ihrer Prüfung zum Winzer noch ihre beruflichen Kompetenzen erhöhen wollten. Die Referenten Norbert Heine und Dr. Claudia Stein-Hammer stellten die Hintergründe, Ziele und Maßnahmen der WiM-Initiative vor.

Sie erläuterten den angehenden Oenologen, dass der hohe Kulturwert der Genussgüter Wein und Sekt nicht nur ihr gutes Image begründet, sondern auch die Tatsache, dass sie seltener missbräuchlich konsumiert werden. Die europäische Weinbranche setzt sich mit ihrem Engagement dafür ein, dass dies auch so bleibt. Die Botschaft lautet, dass Wein und Sekt nur mit Maß und Ziel genossen in eine moderne gesundheitsbewusste Lebensweise passen.

Internationale Träger der WiM-Initiative

Verantwortungsvolle Kommunikation statt Werbeverbote

Neben den gesundheitlichen Effekten des Weingenusses standen auch rechtliche und politische Aspekte auf der Agenda. Hier ging es vor allem um die relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen für Werbung, Verkauf und Konsum alkoholischer Getränke. Wine in Moderation bietet die Chance, durch eigenes Engagement und selbstverpflichtende Standards staatlichen Werbeverboten und Warnhinweisen vorzubeugen. Eine wichtige Unterstützung bieten hierbei die „Wine Communication Standards“, dem Werbekodex, dem sich alle WiM-Mitglieder verpflichtet haben. Nur mithilfe einer verantwortungsvollen Kommunikation rund um den moderaten Konsum kann es gelingen, Wein und Sekt als Kulturgüter zu erhalten und ihren Beitrag zu einem gesunden Lebensstil deutlich zu machen. Davon, so Stein-Hammer, profitiere letztlich die gesamte Branche.

Angehende Winzer und Winzerinnen, Bad Kreuznach
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