Wine in Moderation

Wein und Gesundheit für Kultur- und Weinbotschafter

Kultur- und Weinbotschafter zu sein bedeutet, leuchtende Augen zu bekommen, wenn es um den Wein aus der Heimatregion geht. Es bedeutet, Menschen für den Wein als Kulturgut und Genussmittel zu begeistern. Und es bedeutet, eine einjährige Qualifizierung zu durchlaufen und drei Prüfungen zu bestehen. Gegenstand der Ausbildung ist jedoch nicht nur das Wissen um die kulturellen und geschichtlichen Wurzeln der jeweiligen Regionen, auch das Thema Wein und Gesundheit darf nicht zu kurz kommen. Und so stand am 17. Januar 2017 im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück in Bad Kreuznach das Wissen um einen verantwortungsvollen Konsum, so wie er von der europäischen Initiative Wine in Moderation (WiM) vertreten wird, im Mittelpunkt der Ausbildung.  

Wine in Moderation – Teil der Botschafter-Ausbildung

Wer sich für einen verantwortungsvollen Weingenuss einsetzen will, sollte alle Facetten des Weintrinkens kennen. Da wären einerseits die wissenschaftlich belegbaren Vorteile eines moderaten Konsums, wie ein vermindertes Risiko an Diabetes, Herzkrankheiten oder Demenz zu erkranken. Andererseits müssen aber auch die Risiken des übermäßigen Konsums zur Sprache kommen, wie beispielsweise Erkrankungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse. 

Umfassend, anschaulich und zugleich unterhaltend informierte die wissenschaftliche Leiterin der DWA, Dr. Claudia Stein-Hammer, die äußerst interessierte Teilnehmerrunde in Bad Kreuznach über die Bedeutung des moderaten Weingenusses. Sie erläuterte die Hintergründe, Ziele und praktischen Umsetzungshilfen der Initiative Wine in Moderation und betonte die große Bedeutung gesunder Trinkmuster. Die angehenden Botschafter lernten, wie sehr die gesundheitlichen Wirkungen des Weingenusses nicht nur von der Menge, sondern ganz entscheidend auch davon abhängen, wie der Wein getrunken wird. Eindrucksvoll zeigt sich dies an den Blut-Alkoholspiegeln, die nach einem oder zwei Gläsern Wein zum Essen deutlich niedriger liegen als beim Weintrinken auf nüchternen Magen. 

Auch verantwortungsvoll zu kommunizieren, will gelernt sein

 

Das Themenspektrum umfasste auch gesundheitspolitische Fragen, nationale und europäische alkoholpolitische Maßnahmen, gesetzliche Vorgaben des Jugendschutzes sowie Informationen über eine gesetzeskonforme und verantwortungsvolle Weinwerbung. Eine wichtige Hilfestellung bieten hierbei die „Wine Communication Standards“, der sich alle WiM-Mitglieder verpflichtet haben und die im Botschafter-Seminar vorgestellt wurden. 

Die Teilnehmerrunde erwies sich als außergewöhnlich kompetent und interessiert, die lebhaften Diskussionen und bisweilen auch philosophischen Betrachtungen bescherten allen Beteiligten einen erkenntnisreichen Tag. 

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