Schulung

WiM-Seminar für Weinhandel und Gastronomie

Im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) führte die DWA am Mittwoch den 13. April 2016 ein Wine in Moderation-Seminar für Mitarbeiter des Weinhandels und der Gastronomie durch. Das stilvoll modernisierte und mehrfach für seine Architektur und für seine hervorragenden Weine ausgezeichnete Wasems Kloster Engelthal in Ingelheim bot einen würdigen Rahmen für die Veranstaltung, bei der es einen ganzen Tag lang um harte Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse rund um den Weingenuss ging. 

Die Referentin Dr. Claudia Stein-Hammer von der DWA betonte schon in der Seminareinführung, warum es auch für die Weinwirtschaft und die Gastronomie außerordentlich wichtig ist, nicht nur über die Vorteile eines moderaten Weinkonsums, sondern auch über die Gefahren des missbräuchlichen Konsums informiert zu sein. Denn nur der bewusste und verantwortungsvolle Konsum beuge Missbrauch vor und trage wesentlich dazu bei, das wertvolle Kultur- und Wirtschaftsgut Wein langfristig zu erhalten. 

Vor einem Dutzend überaus motivierter Teilnehmer erläuterte Stein-Hammer die Hintergründe der von der Weinwirtschaft getragenen WiM-Initiative, die als wichtiger Teil der Alkoholpolitik der EU etabliert werden konnte. Auf besonderes Interesse stießen dabei auch die relevanten rechtlichen Regelungen sowie die selbstverpflichtenden Rahmenbedingungen zur Weinwerbung, die etlichen Seminarteilnehmern noch unbekannt waren. 

Benefits und Risiken im Einklang

Verantwortungsvoller Konsum setzt Kenntnis über alle Facetten des Weintrinkens voraus. Dazu gehören so selbstverständlich wie die Risiken eines übermäßigen Konsums (z. B. Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen) ebenso selbstverständlich die wissenschaftlich belegbaren Vorteile bei moderatem Konsum (wie ein vermindertes Risiko für die Entstehung von Diabetes, Demenz-  und Herzkrankheiten). 

Da die gesundheitliche Einschätzung sehr davon abhängt, WIE Wein getrunken wird, wurde besonders auf vorteilhafte Trinkmuster hingewiesen und die Einflussfaktoren auf den Blut-Alkohol-Spiegel erörtert. Da dies alles sachgerecht, gesetzeskonform und verantwortungsvoll kommuniziert werden muss, gab es zur Unterstützung der täglichen Arbeit dazu mündliche und schriftliche Hilfen von der Referentin. Diese freute sich über die außergewöhnlich kompetente und interessierte Teilnehmerrunde, die sich engagiert einen Tag lang mit dieser „relativ nüchternen“ Thematik auseinandersetzte. Es wurde diskutiert, zuweilen auch ein wenig philosophiert, was bei diesem Gebiet natürlich dazu gehört und neue Aspekte zu Tage fördert.

Allen war am Tagesende klar, dass Kenntnisse über die gesundheitliche Einschätzung von Wein zum Profil eines kompetenten Weinexperten gehören und dass jeder mit der Unterstützung von Wine in Moderation seinen Teil dazu beitragen kann, dass Wein ein Kulturgut und Lebensstilfaktor bleibt. 

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