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DWA beim 11. Kongress „Mediterrane Ernährung“ in Barcelona

Den großen Rahmen bot die Internationale Ernährungs- und Getränkemesse „Alimentaria“, die Aussteller und Wissenschaftler aus aller Welt nach Barcelona lockte. Eingebettet in diesen Event hatte die Stiftung Mediterrane Ernährung zu ihrem 11. Kongress geladen.

Vor rund 200 Wissenschaftlern und anderen Experten wurde hier vom 27. bis 28. April 2016 über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, über die Mittelmeerkost, über Gesundheit und moderaten Weingenuss referiert. 

Nach der Begrüßung durch Professor Ramon Estruch von der Universitätsklinik in Barcelona, der die berühmte PREDIMED Präventionsstudie zur mediterranen Kost durchgeführt hat, berichtete Dr. Iris Shai von der Ben Gurion Universität in Israel über die positiven Erfahrungen mit moderatem Weingenuss bei zuvor abstinenten Typ-2-Diabetikern. Ihre Schlussfolgerungen:

- Der moderate Weingenuss kann sinnvoller Teil einer gesunden Ernährung sein. Er vermag die bei Diabetikern erhöhten Risiken für Herz- und Gefäßkrankheiten zu senken.

- Die Unterschiede zwischen Rot- und Weißwein sind marginal.

Ursula Fradera von der DWA, die die internationale wissenschaftliche Plattform der Initiative Wine in Moderation koordiniert, hob bei ihrer Präsentation hervor, dass derartige Erkenntnisse die Basis für das Programm Wine in Moderation sind. Die Initiative fuße auf einer soliden Grundlage gut dokumentierter wissenschaftlicher Fakten. Für die Seriosität und Richtigkeit dieser Informationen sorgt ein internationales unabhängiges Expertenteam. 

Nach dem Kongressbeitrag von Prof. Nicolai Worm zeigt die beste wissenschaftliche Evidenz, dass ein leichter bis moderater Weinkonsum für die meisten Erwachsenen vorteilhaft sein kann. Vor diesem Hintergrund geraten die neuen Richtlinien Großbritanniens in die Kritik. Diese kommunizieren als „sicherste“ Alternative die Abstinenz bzw. den geringstmöglichen Konsum, die sich bei Männern auf ihr Unfallrisiko bezieht und bei Frauen auf Krebserkrankungen. Mit dieser Herangehensweise werden die positiven gesundheitlichen Effekte des moderaten Konsums auf Herz und Gefäße, auf den Zucker- und Insulinstoffwechsel wie auch auf die kognitive Leistungsfähigkeit ignoriert. Nicht wegzudiskutieren war, dass die Gesamtsterblichkeit einer J-förmigen Kurve folgt - mit geringstem Risiko bei leichtem bis moderatem Konsum.  

Angesichts der steigenden Raten an massiv Übergewichtigen und Diabetikern seien die britischen Empfehlungen daher nicht optimal für die Gesundheitsvorsorge. Hier biete die mediterrane Ernährung, die das tägliche Glas Wein im Rahmen gesunder Mahlzeiten einschließe, deutliche Vorteile – nicht nur hinsichtlich der Sterblichkeit an Herz- und Gefäßkrankheiten sondern sogar hinsichtlich Krebserkrankungen. 

Weiter Infos unter: http://www.wineinmoderation.eu/de/events/Mediterranean-Diet-Congress-reveals-links-between-of-diet-health.151/ und http://congresodietamediterranea.com/en/ 


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