Werbung für Wein und Sekt - Was geht und was nicht?

Alkoholwerbung (auch Online-Werbung und social-Media-Kanäle) ist in Deutschland umfassend gesetzlich reguliert. Zusätzlich zu den rechtlichen Vorgaben hat sich die gesamte Alkoholwirtschaft freiwillig zur Einhaltung der „Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke“ verpflichtet. Die in dem Kodex enthaltenen Regeln sind zentrale Richtschnur bei der Bewerbung alkoholhaltiger Getränke. Nach ihnen ist in der kommerziellen Kommunikation für diese Produktgruppe alles zu unterlassen, was als Aufforderung zum Missbrauch oder als Anreiz zum übermäßigen Konsum missverstanden werden könnte. Besondere Bestimmungen gelten zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Die Verhaltensregeln entsprechen zum größtenteils den Regeln für die Weinwerbung im Rahmen des Wine in Moderation-Programmes.

Sie sind in der alkoholpolitischen Diskussion ein wichtiges Argument gegen derzeit verstärkt geforderte Werbeverbote für Wein, Bier und Spirituosen.

Der Deutsche Werberat entscheidet, ob und bei welchen werblichen Maßnahmen diese Regeln eingehalten sind oder nicht. So sind zum Beispiel Konsumszenen im Zusammenhang mit alkoholischen Getränken dann unproblematisch, wenn es erkennbar nicht um den Missbrauch dieser Getränke geht, sondern beispielsweise um ein geselliges Beisammensein, bei dem auch Alkoholika konsumiert werden.

Zur Verdeutlichung hat der Werberat jüngst einen digitalen Leitfaden veröffentlicht, der die Verhaltensregeln der Alkoholbranche erstmals auch bildhaft mit nachgestellten Werbemotiven erklärt und anhand von Beispielen erläutert und anschaulich gezeigt, was zulässig ist und was nicht.

Viele Beispiele sind direkt auf die Weinwerbung übertragbar und erklären den zuweilen etwas juristisch-sperrigen Stil des Regelwerks anschaulich.

Zum Leitfaden für alkoholhaltige Getränke.

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