DON`T DRINK AND DRIVE

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung der DDAD-Academy in Mainz

Von links nach rechts: Oberstudiendirektor Georg Sternal, Studiendirektor Frank Wiss (beide BBS 1 Mainz), Staatssekretär Andy Becht, Dr. Claudia Stein-Hammer

Am 22. August 2017 konnten sich in der Mainzer Berufsbildenden Schule I Schüler, Medienvertreter und der Staatssekretär im Verkehrsministerium Andy Becht hautnah davon überzeugen, wie gefährlich es ist unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilzunehmen. Zum Auftakt der Kampagne 2017 in Rheinland-Pfalz, die unter der Schirmherrschaft des Landesministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Dr. Volker Wissing steht, wurden die Anwesenden nicht etwa theoretisch belehrt, sondern konnten anhand von speziellen Rauschbrillen erspüren, wie sehr der Konsum alkoholischer Getränke die Koordination und das Reaktionsvermögen beeinträchtigt.  

Nüchtern fahren macht Schule

Unter diesem Motto geht die DDAD-Academy insbesondere auf junge Menschen in technischen Berufen zu und wird dazu neun Berufsbildende Schulen mit dem Schwerpunkt Kfz und Technik in Rheinland-Pfalz besuchen. Ziel ist es, Berufsschülerinnen und Berufsschülern frühzeitig für das Thema Alkohol im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Vermittelt werden die Inhalte durch speziell geschulte, gleichaltrige DDAD-Mitarbeiter. Sie können die Berufsschüler auf Augenhöhe ansprechen und für die Aktion begeistern, um Verhaltensänderung durch Einsicht und eine nachhaltige Risikokompetenz zu bewirken. 

Staatssekretär Andy Becht erklärte, warum das Verkehrsministerium die DON’T DRINK AND DRIVE-Academy gerne unterstützt: „Das Ziel der langjährigen Aktion, die Zahl der alkoholbedingten Unfälle weiter zu reduzieren, deckt sich mit den Zielen unserer anderen Initiativen Bis 2020 wollen wir die Zahl der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang um weitere 40 % senken.“ Er freue sich daher sehr, dass in diesem Jahr rheinland-pfälzische Berufsschü̈ler im Fokus der Kampagne stehen und nachhaltig für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol sensibilisiert werden.  

Konzept ohne erhobenen Zeigefinger

Die DDAD-Academy ist auch deshalb so erfolgreich, weil sie auf erlebnisorientierte Aha-Effekte setzt. Besonders beliebt ist der computergesteuerte Promille-Fahrsimulator, der hautnah, aber gefahrlos den Einfluss von Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit vermittelt. Weitere Reaktionstests und Rauschbrillen runden das Programm ab. Wer im Gespräch mit dem Team gut aufgepasst hat, kann zudem einen nagelneuen Ford Focus ST-Line für sechs Monate inklusive Steuer und Versicherung gewinnen, den die Ford-Werke GmbH als Kooperationspartner der Aktion zur Verfügung stellt. Außerdem kann beim DDAD- Gewinnspiel ein Fahrsicherheitstraining des Fahrsicherheitszentrums am Nürburgring gewonnen werden. 

Kein Widerspruch zu den Vermarktungsinteressen

Die Kampagne „DON’T DRINK AND DRIVE“ der Spitzenverbände aus den Branchen Bier, Wein, Sekt und Spirituosen* besteht seit 1993 und ist somit die älteste fortlaufende Verkehrssicherheitskampagne Deutschlands. Stellvertretend für alle Unterstützer der Kampagne ging Dr. Claudia Stein-Hammer von der DWA auf den vermeintlichen Widerspruch zwischen den Vermarktungsinteressen der Branchen einerseits und der klaren Empfehlung zum Verzicht auf alkoholhaltige Getränke im Straßenverkehr andererseits ein: „Diesen Widerspruch sehen wir nicht: Denn auf Umsätze, die durch Fahren unter Alkoholeinfluss zu einer Gefährdung der Verkehrsteilnehmer führen, verzichten wir! Die Gesundheit und Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen gehen vor. Produktverantwortung gehört zum nachhaltigen Wirtschaften. Nur basierend auf moderatem und bewusstem Konsum kann eine Genusskultur erhalten werden, die (auch) für die Weinbranche existentiell ist.“ 

Man setze vielmehr auf einen verantwortungsvollen Genuss, zu dem es auch gehöre, in bestimmten Situationen wie etwa im Straßenverkehr konsequent auf alkoholhaltige Getränke zu verzichten. Dass man hiermit auf dem richtigen Weg sei, so Stein-Hammer, zeige die seit zehn Jahren rückläufige Tendenz bei den alkoholbedingten Unfällen. Daher hätten die Verbände im August 2008 die European Road Safety Charter unterschrieben und in 2017 auch wieder erneuert.  

Über die Auftaktveranstaltung und die Kampagne informierten auch zwei Fernsehberichte:

http://www.1730live.de/kampagne-dont-drink-and-drive-erfolgreich/ und https://swrmediathek.de/player.htm?show=30486c90-8747-11e7-9046-005056a12b4c (ab Minute 1:19)

Mehr Informationen über DDAD unter www.youtube.com/DDADtube und www.facebook.com/ddad.  

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* Die Kampagne wird seit 16 Jahren von folgenden Verbänden unterstützt: Deutscher Brauer-Bund, die Privaten Brauereien Deutschland, die Deutsche Weinakademie, der Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie, der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure sowie der Verband Deutscher Sektkellereien. 

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Schüler der BBS I Mainz, Medienvertreter und Staatsekretär im Verkehrsministerium Andy Becht (3. von rechts)
Pressekonferenz
Staatssekretär Andy Becht im Fahrsimulator
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