Wissenschaftlicher Überblick

Allergene

Eiweißhaltige Schönungsmittel

Im Laufe der Weinbereitung kommen verschiedene technische Hilfsstoffe zum Einsatz. So können für das Klären („Schönen) von Wein tierische Eiweiße verwendet werden, wie z.B. Ei- oder Milchproteine. Obwohl diese Schönungsmittel mittels Filter und anderen Separationsverfahren wieder entfernt werden, ist nicht gesichert, dass nicht doch kleinste Eiweißmengen im Wein verbleiben.

Da es Menschen gibt, die auf Ei- und Milcheiweiß allergisch reagieren, müssen sie auf allen Lebensmitteln entsprechend deklariert werden. Dies gilt auch für Wein, wenn der technologisch unvermeidbare Rückstand oberhalb 0.25 ppm (mg/kg) liegt.

Ei- und Milchprotein muss dann mit „enthält Ei/Milch“ bzw. „Eiprodukt /Milchprodukt“ gekennzeichnet sein. Zusätzlich kann ein Logo verwendet werden.

Seit Dezember 2014 gilt die neue Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die nicht nur eine Deklaration für verpackte, sondern auch für offene Ware fordert. Für Wein bedeutet dies, dass die Hinweise auf deklarierungspflichtige allergene Inhaltsstoffe auch unabhängig vom Etikett visualisiert werden müssen:

  1. Auf einem Schild oder in der Nähe des Weins
  2. Speise-, Getränkekarten, Preislisten (auch als Fußnote möglich), z.B. „alle Weine enthalten Casein“ etc.
  3. Aushang in der Verkaufsstätte
  4. Elektronische Unterrichtung, die für Endverbraucher leicht zugänglich ist

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